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Photovoltaik überholt Braunkohle und Erdgas: Die Jahresbilanz 2025

Solar liefert 2025 erstmals mehr Strom als Braunkohle und Erdgas. 70,6 TWh Netzeinspeisung, 18 % Anteil am Strommix – und 17,5 GW Neuzubau halten das Rekordniveau.

· 2 Min. Lesezeit · Redaktion
Riesige Solarfarm bei Sonnenaufgang – Rekordzubau in Deutschland
Illustration: KI-generiert

Zum ersten Mal hat Photovoltaik sowohl Braunkohle als auch Erdgas bei der Stromerzeugung in Deutschland überholt. Mit rund 18 % Anteil am Strommix ist Solarstrom nach Windkraft die zweitstärkste Erzeugungsquelle.

Kennzahlen 2025

Kennzahl2025Vergleich 2024
Netzeinspeisung70,6 TWh+6 TWh
Eigenverbrauch16,9 TWh
Anteil am Strommix~18 %+2,5 Prozentpunkte
Neuzubau17,5 GWp~17,7 GWp (2024)
Installierte Gesamtleistung~118 GW+17 %
Anlagen gesamt>5,5 Mio.

Braunkohle kam 2025 nur noch auf rund 14 %, Erdgas auf etwa 16 %.

17,5 GW Neuzubau – hohes Niveau hält

Der Zubau lag 2025 mit 17,5 GWp knapp unter dem Vorjahresrekord von 17,7 GWp – eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Zum Vergleich: 2020 lag der Zubau bei 4,9 GW. Im Kleinanlagen-Segment unter 10 kW wurden 2025 mehr Systeme installiert als in jedem Jahr zuvor.

Treiber: sinkende Modulpreise, hohe Stromkosten, verbesserte Speicherlösungen und die weiter wachsende Zahl von Balkonkraftwerken.

Herausforderung: Netzintegration und negative Preise

Mit 118 GW installierter Leistung erzeugt Deutschland an sonnenreichen Tagen so viel Solarstrom, dass die Börsenstrompreise regelmäßig auf null oder ins Negative fallen – 2025 an rund 280 Stunden. Das stellt das Vergütungssystem vor strukturelle Herausforderungen. Die EEG-Debatte um die Streichung der Einspeisevergütung für Kleinanlagen ist eine direkte Folge.

Drei Punkte aus der Jahresbilanz:

  • 118 GW installierte Leistung sind ein tragender Pfeiler der Stromversorgung, keine Nische
  • 17+ GW Zubau pro Jahr trotz politischer Unsicherheit zeigt einen funktionierenden Markt
  • Ohne Speicherausbau bleibt ein wachsender Anteil der Erzeugung ungenutzt

Ausblick 2026

Zwei Kräfte wirken gegeneinander: Die EEG-Reform-Debatte könnte Vorzieheffekte auslösen – oder bei zu großer Verunsicherung den Markt bremsen. Gleichzeitig steigen die Modulpreise durch den Wegfall chinesischer Exportsubventionen.

Unsere MaStR-Auswertung zeigt: Im Januar und Februar 2026 lag der Zubau bereits deutlich unter dem Vorjahr. Ob saisonaler Ausreißer oder Beginn eines Abwärtstrends, werden die kommenden Monate zeigen.


Quellen: BSW Solar: Jahresbilanz 2025, BDEW: Erneuerbare Energien Kennzahlen, Volker Quaschning: PV Deutschland 2025

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