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80 % vom Ø
Aufholpotenzial

Landkreis in Bayern

Photovoltaik im Landkreis Aschaffenburg

20 % unter Bundesdurchschnitt

18.371 Anlagen mit 209,2 MW – Daten, Trends und Vergleich

Rang 74 von 96
Zubau-Rang 65 von 96
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Der Landkreis Aschaffenburg in Bayern kommt mit Stand 2026-09-09 auf 18.371 Solaranlagen und 209,2 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Bei 170.945 Einwohnern entspricht das 1,22 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,53 kW, der Landkreis Aschaffenburg liegt damit 20 % unter dem Bundeswert. Das reicht für Platz 74 von 96 im regionalen Vergleich, ein Wert im hinteren Drittel. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 21,4 MW neue Leistung hinzu – rund 10 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Von den registrierten Anlagen sind 40 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 11 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-09-09), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

1,22

kW
▼ -20 % vs. Bundesdurchschnitt

Sehr hohe Speicherquote

40,3

%

7.404 Speicher bei 18.371 Anlagen

Installiert

209,2 MW

Zubau 12 Mon.

21,4 MW

+10 %

Solaranlagen

18.371

Speicher

7.404

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Aschaffenburg?

Segmentierter PV-Zubau in Aschaffenburg — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Aschaffenburg setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Stärkster Rückgang bei Balkonkraftwerk (-5 %).

  • Balkonkraftwerk▼ -5 %
  • Heimsegment▼ -24 %
  • Gewerbe▼ -45 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Aschaffenburg: 21.380 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0105210Oktober 2025: 70 kW, Vorjahr 102 kWNovember 2025: 69 kW, Vorjahr 60 kWDezember 2025: 68 kW, Vorjahr 61 kWJanuar 2026: 60 kW, Vorjahr 65 kWFebruar 2026: 35 kW, Vorjahr 72 kWMärz 2026: 139 kW, Vorjahr 145 kWApril 2026: 171 kW, Vorjahr 167 kWMai 2026: 181 kW, Vorjahr 176 kWJuni 2026: 181 kW, Vorjahr 176 kWJuli 2026: 210 kW, Vorjahr 154 kWAugust 2026: 200 kW, Vorjahr 195 kWSeptember 2026: 28 kW, Vorjahr 106 kWOktDezFebAprJunAug
Heimsegment
08532kOktober 2025: 1.360 kW, Vorjahr 1.617 kWNovember 2025: 1.287 kW, Vorjahr 1.590 kWDezember 2025: 766 kW, Vorjahr 1.033 kWJanuar 2026: 1.055 kW, Vorjahr 1.382 kWFebruar 2026: 806 kW, Vorjahr 1.250 kWMärz 2026: 925 kW, Vorjahr 1.081 kWApril 2026: 1.001 kW, Vorjahr 785 kWMai 2026: 962 kW, Vorjahr 1.367 kWJuni 2026: 1.107 kW, Vorjahr 1.439 kWJuli 2026: 1.580 kW, Vorjahr 1.705 kWAugust 2026: 764 kW, Vorjahr 923 kWSeptember 2026: 89 kW, Vorjahr 1.225 kWOktDezFebAprJunAug
Gewerbe
02k3kOktober 2025: 1.361 kW, Vorjahr 1.662 kWNovember 2025: 390 kW, Vorjahr 459 kWDezember 2025: 586 kW, Vorjahr 74 kWJanuar 2026: 426 kW, Vorjahr 1.596 kWFebruar 2026: 302 kW, Vorjahr 776 kWMärz 2026: 871 kW, Vorjahr 3.256 kWApril 2026: 730 kW, Vorjahr 433 kWMai 2026: 418 kW, Vorjahr 438 kWJuni 2026: 603 kW, Vorjahr 233 kWJuli 2026: 272 kW, Vorjahr 688 kWAugust 2026: 163 kW, Vorjahr 1.157 kWSeptember 2026: 0 kW, Vorjahr 367 kWOktDezFebAprJunAug
Freifläche
07501kOktober 2025: 1.218 kWNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 14 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kW, Vorjahr 12 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 1.499 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktDezFebAprJunAug

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
1.038 1,4 MW -5 %
Heimsegment
2–30 kWp
1.002 11,7 MW -24 %
Gewerbe
>30 kWp
45 6,1 MW -45 %
Freifläche
Freifläche
1 1,2 MW —
Gesamt 2.200 21,4 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-09-09

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Aschaffenburg zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Aschaffenburg, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Aschaffenburg 1.625 Speicher mit zusammen 15,9 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9,8 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Gewerbespeicher mit einem Plus von +104 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
-1 %
Anlagen
988
Kapazität
5,3 MWh
Ø/Anlage
5,4 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
-13 %
Anlagen
524
Kapazität
7,1 MWh
Ø/Anlage
13,5 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
+104 %
Anlagen
23
Kapazität
2,6 MWh
Ø/Anlage
113 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
1.625
Kapazität
15,9 MWh
Ø/Anlage
9,8 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-09-09

20 % unter dem Bundesdurchschnitt

Solarleistung pro Einwohner im Vergleich

Aschaffenburg 1,22 kW
Ø Bayern 2,60 kW
Ø Deutschland 1,53 kW
→

Aschaffenburg hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-09-09

Was fällt auf?

Auffällig hoch: 40 % aller Solaranlagen in Aschaffenburg laufen mit Batteriespeicher. Das deutet auf eine bewusste Eigenverbrauchsstrategie der Anlagenbetreiber hin.

Überblick

Aktuell erzeugen 18.371 Solaranlagen in Aschaffenburg eine Leistung von 209,2 MW. Gemessen am Bundesdurchschnitt gibt es hier noch erhebliche Ausbaureserven – jedes neue Dach und jede Freifläche kann die Bilanz verbessern.

Einordnung

Platz 74 von 96 in Bayern: Aschaffenburg liegt unter dem Landesdurchschnitt, mit klarem Aufholpotenzial nach oben. Im deutschlandweiten Vergleich zeigt sich bei 1,22 kW pro Einwohner noch Nachholbedarf, der sich mit weiterem Zubau schließen lässt.

Alzenau führt mit 25,7 MW

32 Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg

Wo passiert der Zubau jetzt?

Top-5 Gemeinden nach Zubau der letzten 12 Monate im Landkreis Aschaffenburg

Wie schneidet Bayern insgesamt ab?

Vergleiche alle 96 Landkreise und Städte in Bayern im vollständigen Ranking.

Bayern-Ranking ansehen →

Postleitzahlen im Landkreis Aschaffenburg

63755637626376863773637766379163796638016380863811638146382563826638286382963831638346384663856638576386063863638646386763869638716387263874638756387763879

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten im Kreis Aschaffenburg — Stand 09. September 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

Im Kreis Aschaffenburg gibt es laut solarzubau.de aktuell 18.371 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 209,2 MW. Das entspricht 1,22 kW pro Einwohner.
7.404 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 40,3 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Aschaffenburg [Datensatz, Stand 2026-09-09]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-landkreis-aschaffenburg-09671/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist im Landkreis Aschaffenburg installiert?

Im Landkreis Aschaffenburg (Bayern) sind aktuell 209,2 MW Photovoltaik-Leistung in 18.371 Anlagen installiert (Stand: 2026-09-09). Damit belegt der Landkreis Platz 74 von 96 in Bayern. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 170.945 Einwohner entspricht der Bestand 1,22 kW pro Kopf.

Wie steht der Landkreis Aschaffenburg im Vergleich da?

Mit 1,22 kW pro Einwohner liegt der Landkreis Aschaffenburg unter dem Bundesdurchschnitt von 1,53 kW. Die Region wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Regionen besser als die absolute Leistung, weil sie Einwohnerzahl und Siedlungsdichte herausrechnet. Sie hat aber eine Schwäche: Große Freiflächenanlagen schlagen in dünn besiedelten Kreisen stärker durch als in Ballungsräumen. Für eine belastbare Einordnung lohnt deshalb der zusätzliche Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und darauf, wie sich der Zubau auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilt.

Wie hoch ist die Speicherquote im Landkreis Aschaffenburg?

Im Landkreis Aschaffenburg sind 7.404 Batteriespeicher registriert. Das entspricht einer Speicherquote von 40,3 % bezogen auf die 18.371 Solaranlagen. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung zielt. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind. Speicher werden im Marktstammdatenregister als eigene Einheit erfasst, weshalb sich die Quote überhaupt regional berechnen lässt.

Wie viel Solarzubau gab es im Landkreis Aschaffenburg zuletzt?

In den letzten 12 Monaten wurden im Landkreis Aschaffenburg 21,4 MW neue PV-Leistung installiert. Das entspricht rund 10 % des gesamten Anlagenbestands. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke.

Welche Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg hat die meiste Solarleistung?

Die solarstärkste Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg ist Alzenau mit 25,7 MW installierter Leistung. Insgesamt gehören 32 Gemeinden zum Landkreis. Die absolute Leistung sagt dabei zunächst wenig über die Ausbaugeschwindigkeit aus: Größere Gemeinden führen die Liste fast zwangsläufig an, weil sie mehr Dächer und mehr Fläche haben. Aussagekräftiger für einen fairen Vergleich ist die Leistung pro Einwohner, nach der auf dieser Seite das Ranking der Gemeinden sortiert ist. Eine einzelne Freiflächenanlage kann eine kleine Gemeinde dort allerdings weit nach oben tragen, ohne dass die Hausdächer stärker belegt wären.

In welchem Bundesland liegt Aschaffenburg?

Aschaffenburg ist ein Landkreis im Bundesland Bayern. Bayern hat insgesamt 96 Landkreise und kreisfreie Städte. Auf der Bundesland-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Jede Anlage ist damit genau einer Gemeinde zugeordnet und jede Gemeinde genau einem Kreis, weshalb sich die Zahlen sauber zu Kreis-, Landes- und Bundeswerten aufsummieren lassen.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau im Landkreis Aschaffenburg?

Im Landkreis Aschaffenburg entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 1.002 neuen Anlagen und 11,7 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 45 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es im Landkreis Aschaffenburg?

Im Landkreis Aschaffenburg wurden in den letzten 12 Monaten 1.038 Balkonkraftwerke registriert (1,4 MW). Das sind -5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen im Landkreis Aschaffenburg?

Im Landkreis Aschaffenburg wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (1,2 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau im Landkreis Aschaffenburg?

Im Landkreis Aschaffenburg wurden in den letzten 12 Monaten 2.200 neue Solaranlagen mit insgesamt 21,4 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-09-09 · Methodik & Quellen

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