Degradation
Degradation bezeichnet den natürlichen Leistungsverlust von Solarmodulen über die Zeit. Moderne Module verlieren nur 0,3–0,5 % Leistung pro Jahr — nach 25 Jahren liefern sie noch über 85 % der ursprünglichen Leistung.
Was ist Degradation?
Solarmodule verlieren über ihre Lebensdauer langsam an Leistung. Dieser natürliche Prozess wird als Degradation bezeichnet. Die Ursachen sind physikalisch bedingt und betreffen alle Solarmodule — der Grad variiert je nach Technologie und Qualität.
Degradationsraten
| Technologie | Degradation/Jahr | Nach 25 Jahren |
|---|---|---|
| Monokristallin (PERC) | 0,4–0,5 % | ~87–90 % |
| Monokristallin (N-Typ, TOPCon) | 0,3–0,4 % | ~90–92 % |
| Polykristallin | 0,5–0,7 % | ~83–88 % |
| Dünnschicht (CdTe) | 0,5–0,8 % | ~80–88 % |
Ursachen
LID (Lichtinduzierte Degradation)
Tritt in den ersten Betriebsstunden auf und verursacht einen einmaligen Leistungsverlust von 1–2 % bei p-Typ-Silizium. N-Typ-Module sind davon kaum betroffen.
PID (Potenzialinduzierte Degradation)
Wird durch hohe Spannungen zwischen Zellen und Rahmen verursacht. Moderne Module haben Anti-PID-Beschichtungen, und Wechselrichter bieten PID-Schutzfunktionen.
Alterung
UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit führen zu langsamer Materialermüdung in Einkapselungsfolie, Lötstellen und Zellverbindern.
Leistungsgarantien
Hersteller geben zwei verschiedene Garantien:
| Garantietyp | Typische Dauer | Abdeckung |
|---|---|---|
| Produktgarantie | 10–15 Jahre | Materialfehler, Verarbeitung |
| Leistungsgarantie | 25–30 Jahre | Mindestleistung (z. B. 87 % nach 25 J.) |