Kilowatt-Peak (kWp)
Kilowatt-Peak (kWp) ist die standardisierte Maßeinheit für die Nennleistung von Solarmodulen unter Standard-Testbedingungen (STC: 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur, Luftmasse AM 1,5).
Was bedeutet Kilowatt-Peak?
Kilowatt-Peak ist die international standardisierte Einheit für die Nennleistung von Photovoltaikmodulen. Die Angabe ermöglicht den direkten Vergleich verschiedener Module und Anlagen, unabhängig von Hersteller, Technologie oder Standort.
Die Messung erfolgt unter Standard-Testbedingungen (STC):
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Bestrahlungsstärke | 1.000 W/m² |
| Zelltemperatur | 25 °C |
| Luftmasse (AM) | 1,5 |
In der Praxis erreichen Module diese Bedingungen selten gleichzeitig — die reale Leistung liegt daher fast immer unter dem kWp-Wert.
Typische Anlagengrößen in Deutschland
| Anlagentyp | kWp | Modulfläche | Jahresertrag |
|---|---|---|---|
| Balkonkraftwerk | 0,8–2 kWp | 2–4 m² | 600–1.600 kWh |
| Einfamilienhaus | 5–10 kWp | 25–50 m² | 5.000–10.000 kWh |
| Mehrfamilienhaus | 15–30 kWp | 75–150 m² | 15.000–30.000 kWh |
| Gewerbedach | 30–750 kWp | 150–3.750 m² | 27.000–675.000 kWh |
kWp in kWh umrechnen
Die Faustformel für den erwarteten Jahresertrag:
Ertrag (kWh/Jahr) = kWp × spezifischer Ertrag × Systemwirkungsgrad
Der spezifische Ertrag variiert in Deutschland regional:
| Region | kWh pro kWp/Jahr |
|---|---|
| Süddeutschland (Bayern, BW) | 1.050–1.150 |
| Mitteldeutschland | 950–1.050 |
| Norddeutschland | 900–1.000 |
| Bundesdurchschnitt | ~1.000 |
Der Systemwirkungsgrad (Performance Ratio) liegt bei modernen Anlagen bei 80–85 % und berücksichtigt Verluste durch Wechselrichter, Verkabelung, Verschmutzung und Temperatur.
Aktuelle Modulleistungen
Standardmodule erreichen 2026 Leistungen von 460–480 Wp (Watt-Peak) pro Modul. Hochleistungsmodule mit N-Typ-Zellen oder Heterojunction-Technologie kommen auf über 550 Wp. Für 10 kWp werden damit nur noch 20–22 Module benötigt — vor zehn Jahren waren es noch 40–50.