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KfW 270 – Erneuerbare Energien Standard

Der KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard" finanziert Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur zu 100 %. Die Laufzeit liegt zwischen 5 und 30 Jahren, die Kreditsumme bei bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Der effektive Zinssatz ist bonitäts- und besicherungsabhängig.

Was ist der KfW 270?

Der KfW 270 „Erneuerbare Energien – Standard” ist der zentrale Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biogas und Geothermie. Er finanziert bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten zu bonitätsabhängigen Zinssätzen unter Marktniveau.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Freiberufler, Landwirte, Unternehmen und Kommunen. Der Antrag läuft zwingend über die Hausbank — die KfW refinanziert den Kredit, die Hausbank übernimmt Auszahlung und Bonitätsprüfung.

Konditionen (Stand Anfang 2026)

MerkmalWert
Kreditsummebis 150 Mio. € pro Vorhaben
Finanzierungsanteilbis 100 % der Investitionskosten
Laufzeitvarianten5/1, 10/2, 15/3, 20/3–5, 30/5 Jahre
Tilgungsfreie Anlaufjahre1–5 (je nach Laufzeit)
Zinsbindungwährend der gesamten Laufzeit oder erste 10 Jahre
Effektivzinsbonitäts- und besicherungsabhängig, i. d. R. 3–11 %

Die Zinssätze werden börsentäglich angepasst. Für private Kreditnehmer mit guter Bonität und werthaltiger Besicherung liegen die effektiven Jahreszinsen üblicherweise im unteren Bereich der Staffel.

Förderfähige Maßnahmen

Der KfW 270 deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer PV-Installation ab:

Nicht förderfähig sind laufende Betriebskosten, Grundstückskauf und Umsatzsteuer (seit dem Nullsteuersatz für Hausdachanlagen ohnehin 0 %).

Antragsprozess

  1. Angebote einholen — mindestens zwei Angebote von Installationsbetrieben
  2. Hausbank ansprechen — Kreditwunsch, Investitionsplan, Eigenkapitalquote klären
  3. KfW-Antrag durch Hausbank — Prüfung der Förderfähigkeit, Rating
  4. Zusage und Abruf — Auszahlung in einem Betrag oder in Teilbeträgen
  5. Baubeginn — erst nach Antragstellung, nicht davor

Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden. Ein Kaufvertrag für die PV-Anlage vor Antragstellung schließt die Förderung aus.

Kombinationsmöglichkeiten

Der KfW 270 kann mit der EEG-Einspeisevergütung und der Direktvermarktung kombiniert werden. Für Gewerbekunden ist auch die Kombination mit einer anteiligen Länderförderung möglich, sofern das jeweilige Landesprogramm Kumulierung zulässt. Eine doppelte Inanspruchnahme desselben Investitionsteils ist ausgeschlossen.

Alternative Finanzierungswege

WegVorteilNachteil
Eigenkapitalkeine Zinskostenbindet Liquidität
Kommerzieller Bankkrediteinfacher Antragmeist teurer als KfW
KfW 270günstige KonditionHausbank-Pflicht, Bonitätsrating
Leasing/PV-Pachtkeine Anfangsinvestitiongeringerer Gesamtertrag

Für die meisten größeren Dach- und Freiflächenanlagen ist der KfW 270 aufgrund der 100-%-Finanzierung und der langen Laufzeit die wirtschaftlichste Fremdkapitalquelle.

Häufige Fragen

Bekomme ich den KfW-270-Kredit direkt bei der KfW?
Nein. KfW-Förderkredite werden ausschließlich über die eigene Hausbank beantragt. Die Hausbank prüft Bonität und Sicherheiten, leitet den Antrag an die KfW weiter und zahlt den Kredit nach Zusage aus.
Kann ich den KfW 270 mit der EEG-Einspeisevergütung kombinieren?
Ja. Die KfW 270 ist mit der EEG-Einspeisevergütung und der Direktvermarktung kombinierbar. Eine Kombination mit einer direkten Investitionsförderung (z. B. aus Landesprogrammen) ist in der Regel nicht möglich oder reduziert die förderfähige Summe.
Welche Laufzeit ist für eine private Dachanlage sinnvoll?
Für private Dachanlagen wählen die meisten Kreditnehmer eine Laufzeit von 10 bis 20 Jahren mit 1–2 tilgungsfreien Anlaufjahren. Diese Struktur deckt sich mit der Amortisationsdauer und reduziert die monatliche Liquiditätsbelastung während der Installation.
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