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Perowskit-Solarzellen

Perowskit-Solarzellen sind eine Zukunftstechnologie, die in Kombination mit Silizium (Tandem) Wirkungsgrade über 33 % erreicht. Die Marktreife wird für 2027–2030 erwartet — das Potenzial für günstigere und effizientere Module ist enorm.

Was sind Perowskit-Solarzellen?

Perowskit ist eine Kristallstruktur, die sich als Halbleiter für Solarzellen eignet. Das Material lässt sich als dünne Schicht auftragen — deutlich günstiger als die aufwendige Herstellung von Silizium-Wafern.

Wirkungsgrad-Entwicklung

TechnologieLabor-RekordSerienreife
Konventionelles Silizium26,8 %22–24 %
Perowskit (rein)26,1 %Noch nicht
Perowskit-Silizium-Tandem33,7 %2027–2030
Theoretisches Limit (Tandem)~45 %

Tandem-Technologie

Die größte Chance liegt in der Kombination von Perowskit und Silizium als Tandem-Zelle:

  • Obere Schicht (Perowskit): Absorbiert blaues/grünes Licht
  • Untere Schicht (Silizium): Absorbiert rotes/infrarotes Licht
  • Ergebnis: Breiteres Spektrum genutzt → höherer Wirkungsgrad

Das Fraunhofer ISE und das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) halten mehrere Weltrekorde für Tandem-Zellen.

Herausforderungen

  • Langzeitstabilität: Perowskit degradiert schneller als Silizium — 25 Jahre Lebensdauer noch nicht nachgewiesen
  • Skalierung: Übergang vom Laborzelle zur industriellen Fertigung
  • Bleihaltigkeit: Die meisten Perowskit-Formulierungen enthalten Blei — bleifreie Alternativen werden erforscht

Hersteller in der Entwicklung

  • Oxford PV (UK/DE): Erste Pilotfertigung in Brandenburg
  • Qcells (KR/DE): Tandem-Entwicklung in Thalheim
  • Meyer Burger (CH/DE): Kooperation mit CSEM für Tandem
  • LONGi (CN): Rekord-Perowskit-Silizium-Tandem

Häufige Fragen

Wann kommen Perowskit-Module auf den Markt?
Erste kommerzielle Perowskit-Tandem-Module werden für 2027–2030 erwartet. Oxford PV, Qcells und Meyer Burger arbeiten an der Serienfertigung. Die Herausforderung bleibt die Langzeitstabilität.
Welchen Wirkungsgrad erreichen Perowskit-Zellen?
Reine Perowskit-Zellen erreichen im Labor über 26 %, Perowskit-Silizium-Tandem-Zellen über 33 %. Zum Vergleich: Konventionelle Silizium-Module liegen bei 22–24 %.
Themen:
ZukunftstechnologieTandemWirkungsgradForschung