Solaranlage mieten, kaufen oder finanzieren
Eine PV-Anlage kann gekauft, finanziert oder gemietet werden. Kauf bietet die höchste Rendite, erfordert aber Eigenkapital. Miete hat keine Anfangsinvestition, kostet aber über 20 Jahre 30–50 % mehr.
Drei Wege zur eigenen PV-Anlage
| Modell | Kosten Anfang | Kosten gesamt (20 J.) | Rendite | Wartung |
|---|---|---|---|---|
| Kauf (bar) | 10.000–15.000 € | 10.000–15.000 € | 4–8 %/Jahr | Eigene Verantwortung |
| Finanzierung (Kredit) | 0 € | 12.000–18.000 € | 3–6 %/Jahr | Eigene Verantwortung |
| Miete (Pacht) | 0 € | 18.000–25.000 € | 0 % (Mieter hat kein Eigentum) | Inklusive |
Kauf — höchste Rendite
Der Barkauf ist wirtschaftlich am besten. Die Anlage gehört sofort dem Betreiber, alle Erträge (Eigenverbrauch + Einspeisung) fließen an ihn. Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen — das spart zusätzlich 19 %.
Vorteile: Maximale Rendite, Förderungen nutzbar, volle Kontrolle Nachteile: Eigenkapital nötig, Wartung/Versicherung selbst organisieren
Finanzierung — guter Mittelweg
Ein Solarkredit (z. B. über die Hausbank) ermöglicht die Anlage ohne Eigenkapital. Die monatliche Rate wird durch die Stromersparnis und Einspeisevergütung weitgehend gedeckt.
Vorteile: Kein Eigenkapital, Anlage gehört dem Betreiber, Förderungen nutzbar Nachteile: Zinsen (3–5 %), Gesamtkosten höher als Barkauf
Miete — einfach, aber teurer
Mietmodelle bieten ein Rundum-sorglos-Paket: Der Anbieter installiert, wartet und versichert die Anlage. Der Mieter zahlt eine monatliche Rate und nutzt den Solarstrom.
Vorteile: Keine Anfangsinvestition, Wartung inklusive, kein Risiko Nachteile: 30–50 % teurer als Kauf, kein Eigentum, eingeschränkte Flexibilität, lange Vertragsbindung (meist 20–25 Jahre)