Überschusseinspeisung
Bei der Überschusseinspeisung wird nur der nicht selbst verbrauchte Solarstrom ins Netz eingespeist. Der Eigenverbrauch hat Vorrang — das ist das Standardmodell für Hausdachanlagen und wirtschaftlich meist die beste Wahl.
Was ist Überschusseinspeisung?
Bei der Überschusseinspeisung wird der erzeugte Solarstrom zuerst im Haushalt verbraucht. Nur der Überschuss — also der Anteil, der gerade nicht benötigt wird — fließt ins öffentliche Netz und wird vergütet.
Das ist das Standardmodell für private Hausdachanlagen und in den meisten Fällen wirtschaftlicher als Volleinspeisung.
Wirtschaftlicher Vergleich
| Modell | Vergütung/kWh | Eigenverbrauch | Gesamtertrag/Jahr (10 kWp) |
|---|---|---|---|
| Überschusseinspeisung | 7,78 ct | Ja (30–35 ct gespart) | 1.000–1.500 € |
| Volleinspeisung | 12,34 ct | Nein | 900–1.100 € |
Sätze Stand H1/2026, sinken halbjährlich um 1 %.
Überschusseinspeisung gewinnt fast immer — der gesparte Netzbezug ist 3–4× wertvoller als die höhere Volleinspeisevergütung.
Berechnung
Überschuss = PV-Erzeugung − Eigenverbrauch
Beispiel eines Sommertags:
- PV erzeugt: 45 kWh
- Eigenverbrauch: 15 kWh
- Überschuss (eingespeist): 30 kWh × 7,78 ct = 2,33 €
- Eigenverbrauch (gespart): 15 kWh × 32 ct = 4,80 €
- Gesamtwert: 7,13 €
Eigenverbrauch optimieren
Je höher der Eigenverbrauch, desto weniger Überschuss fließt ins Netz — und desto wirtschaftlicher die Anlage. Maßnahmen:
- Batteriespeicher: Überschuss für abends/nachts speichern
- Lastverschiebung: Waschmaschine, Spülmaschine mittags laufen lassen
- E-Auto laden: Tagsüber bei Sonnenschein
- Wärmepumpe: PV-Überschuss zum Heizen nutzen (SG-Ready)