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Volleinspeisung

Bei der Volleinspeisung wird der gesamte erzeugte Solarstrom ins Netz eingespeist — ohne Eigenverbrauch. Die Vergütung liegt höher als bei Überschusseinspeisung. Seit dem EEG 2023 können beide Modelle auf einem Dach kombiniert werden.

Was ist Volleinspeisung?

Bei der Volleinspeisung wird der gesamte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist. Es findet kein Eigenverbrauch statt. Der Vorteil: Die Vergütungssätze liegen höher als bei der Überschusseinspeisung.

Vergütung im Vergleich

AnlagengrößeÜberschusseinspeisungVolleinspeisungDifferenz
bis 10 kWp7,78 ct/kWh12,34 ct/kWh+4,56 ct
10–40 kWp6,73 ct/kWh10,35 ct/kWh+3,62 ct
40–100 kWp5,51 ct/kWh10,35 ct/kWh+4,84 ct

Stand: 1. Februar – 31. Juli 2026. Sätze sinken halbjährlich um 1 %.

Wann ist Volleinspeisung sinnvoll?

Kombination auf einem Dach (EEG 2023)

Seit 2023 dürfen auf einem Gebäude zwei getrennte PV-Anlagen betrieben werden:

  1. Anlage A (z. B. 10 kWp): Überschusseinspeisung → Eigenverbrauch optimieren
  2. Anlage B (z. B. 15 kWp): Volleinspeisung → höhere Vergütung kassieren

Voraussetzung: Getrennte Zähler und getrennte MaStR-Registrierung. Die Zuordnung zum Modell muss vor Inbetriebnahme festgelegt werden und kann jährlich gewechselt werden.

Häufige Fragen

Ist Volleinspeisung wirtschaftlicher als Überschusseinspeisung?
Meist nicht. Trotz höherer Vergütung (12,34 vs. 7,78 ct/kWh bei 10 kWp) ist Eigenverbrauch bei Strompreisen von 30+ ct/kWh deutlich wertvoller. Volleinspeisung lohnt sich nur bei sehr großen Dächern ohne relevanten Eigenverbrauch.
Kann ich Voll- und Überschusseinspeisung auf einem Dach kombinieren?
Ja, seit dem EEG 2023 ist das möglich. Zwei getrennte Anlagen auf einem Dach: z. B. 10 kWp für Eigenverbrauch (Überschuss) und 20 kWp für Volleinspeisung (höhere Vergütung).
Themen:
EinspeisungEEGVergütung