Wärmepumpe und PV
Die Kombination von Wärmepumpe und PV-Anlage senkt Heizkosten und erhöht den Eigenverbrauch. Eine Wärmepumpe verbraucht 3.000–5.000 kWh/Jahr — dafür sollte die PV-Anlage um 3–5 kWp größer dimensioniert werden.
Warum PV und Wärmepumpe kombinieren?
Eine Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärme (COP 3–5). In Kombination mit einer PV-Anlage kann ein Teil dieses Stroms kostenlos von der Sonne kommen. Das senkt die Heizkosten und erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage.
Dimensionierung
| Haushaltsgröße | Stromverbrauch WP | PV-Anlage gesamt | Speicher |
|---|---|---|---|
| EFH 120 m² | 3.000–4.000 kWh | 10–12 kWp | 10 kWh |
| EFH 180 m² | 4.000–5.500 kWh | 12–15 kWp | 10–15 kWh |
| MFH (4 WE) | 8.000–12.000 kWh | 20–30 kWp | 15–20 kWh |
Das Antizyklizitäts-Problem
PV-Anlage und Wärmepumpe arbeiten gegenläufig: Im Winter wird am meisten geheizt, aber die PV-Anlage liefert am wenigsten. Nur 20–30 % des Wärmepumpenstroms können direkt solar gedeckt werden. Lösungen:
- Pufferspeicher (Warmwasser): Tagsüber mit Solarstrom aufheizen
- SG-Ready-Wärmepumpe: Reagiert auf PV-Überschuss
- Batteriespeicher: Puffert Solarstrom für die Abend-Heizperiode
- Überdimensionierte PV: Auch im Winter etwas Ertrag generieren
SG-Ready Standard
Der SG-Ready-Standard definiert vier Betriebszustände:
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| 1 | Harter Sperrbetrieb (Netzengpass) |
| 2 | Normalbetrieb |
| 3 | Empfehlung: Einschalten (PV-Überschuss) |
| 4 | Zwangsstart (hoher Überschuss, günstiger Strom) |
Moderne Energiemanagementsysteme steuern die Wärmepumpe automatisch anhand der PV-Erzeugung.