Dynamische Stromtarife
Bei dynamischen Stromtarifen ändert sich der Strompreis stündlich und orientiert sich am Börsenstrompreis. Seit 2025 müssen alle Energieversorger einen dynamischen Tarif anbieten. In Kombination mit PV und Speicher sind 10–20 % Ersparnis möglich.
Was sind dynamische Stromtarife?
Bei einem dynamischen Stromtarif variiert der Strompreis stündlich und richtet sich nach dem Börsenstrompreis (EPEX Spot). Ist viel Sonne und Wind vorhanden, sinkt der Preis — bei Engpässen steigt er.
Seit 2025 sind alle Energieversorger verpflichtet, einen dynamischen Tarif anzubieten. Voraussetzung ist ein Smart Meter (intelligentes Messsystem).
Anbieter in Deutschland
| Anbieter | Grundgebühr | Besonderheit |
|---|---|---|
| Tibber | ~4 €/Monat | App mit Stundenpreisen, Smart-Home-Integration |
| aWATTar | ~10 €/Monat | Hourly-Tarif, API für HEMS |
| Ostrom | ~9 €/Monat | Einfache App, transparente Preise |
| 1KOMMA5° | variabel | Eigenes HEMS “Heartbeat” inklusive |
| Rabot Charge | ~5 €/Monat | KI-optimierter Einkauf |
Kombination mit PV und Speicher
Die größte Stärke dynamischer Tarife entfaltet sich mit PV-Anlage + Speicher + Energiemanagementsystem:
- Tagsüber: PV-Strom selbst verbrauchen und Speicher laden
- Günstige Stunden (nachts, windstark): Speicher aus dem Netz laden
- Teure Stunden (abends, Spitzenlast): Speicher entladen statt teuren Netzstrom beziehen
- Negative Preise: Speicher und E-Auto laden — man wird dafür bezahlt
Risiken
- Preisspitzen: An windstillen, bewölkten Wintertagen kann der Preis auf 50–80 ct/kWh steigen
- Preisgarantie fehlt: Kein garantierter Maximalpreis (manche Anbieter bieten Cap-Tarife)
- Smart Meter nötig: Ohne iMSys kein dynamischer Tarif möglich