Sektorkopplung
Sektorkopplung verbindet die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität durch gemeinsame Nutzung erneuerbarer Energien. In der Praxis: PV-Strom treibt Wärmepumpe und E-Auto an — statt fossile Brennstoffe für Heizung und Verkehr zu nutzen.
Was ist Sektorkopplung?
Sektorkopplung bedeutet, die bisher getrennten Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander zu verbinden. Statt für jeden Sektor einen eigenen Energieträger zu nutzen (Strom aus dem Netz, Gas für Heizung, Benzin fürs Auto), wird erneuerbarer Strom zum universellen Energieträger.
Die drei Sektoren
| Sektor | Fossil | Gekoppelt (erneuerbar) |
|---|---|---|
| Strom | Kohle, Gas | PV, Wind + Speicher |
| Wärme | Gas, Öl | Wärmepumpe (mit PV-Strom) |
| Mobilität | Benzin, Diesel | E-Auto (mit PV-Strom) |
Sektorkopplung im Eigenheim
Ein typisches Beispiel: Ein Einfamilienhaus mit 12 kWp PV, 10 kWh Speicher, Wärmepumpe und Wallbox:
| Verbraucher | Jährlicher Bedarf | Davon solar |
|---|---|---|
| Haushaltsstrom | 4.500 kWh | 70–80 % |
| Wärmepumpe | 4.000 kWh | 30–40 % |
| E-Auto (10.000 km) | 2.000 kWh | 50–70 % |
| Gesamt | 10.500 kWh | 50–60 % |
Voraussetzungen
- PV-Anlage groß genug dimensioniert (10–15 kWp)
- Batteriespeicher als Puffer (10–15 kWh)
- Energiemanagementsystem für intelligente Steuerung
- SG-Ready-Wärmepumpe die auf PV-Überschuss reagiert
- PV-fähige Wallbox mit Überschusslade-Funktion