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Technik Fortgeschritten

Vehicle-to-Grid (V2G)

Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglicht es, Strom aus der Batterie eines Elektroautos ins Stromnetz oder ins Haus (V2H) zurückzuspeisen. Das E-Auto wird zum mobilen Speicher — mit Batterien von 40–100 kWh deutlich größer als jeder Heimspeicher.

Was ist Vehicle-to-Grid?

Vehicle-to-Grid (V2G) macht das Elektroauto zum bidirektionalen Energiespeicher. Statt nur Strom zu laden, kann das Fahrzeug überschüssige Energie zurück ins Hausnetz (V2H) oder ins öffentliche Stromnetz (V2G) einspeisen.

V2H vs. V2G

VarianteStromflussNutzenKomplexität
V2H (Vehicle-to-Home)Auto → HausEigenverbrauch, NotstromGering
V2G (Vehicle-to-Grid)Auto → NetzNetzdienstleistung, ErlöseHoch

Technische Voraussetzungen

Wirtschaftliches Potenzial

Ein E-Auto mit 60-kWh-Batterie kann als mobiler Speicher fungieren:

SzenarioErsparnis/Erlös pro Jahr
V2H (Eigenverbrauch optimieren)200–500 €
V2G (Netzdienstleistung)100–300 €
Dynamischer Tarif + V2H300–600 €

Aktuelle Regelung in Deutschland

V2H ist technisch erlaubt, erfordert aber eine Genehmigung des Netzbetreibers. V2G ist regulatorisch noch nicht vollständig geklärt — Pilotprojekte laufen. Eine Verordnung zur Netzrückspeisung aus Fahrzeugbatterien wird bis 2026 erwartet.

Häufige Fragen

Welche E-Autos können V2G?
Stand 2025/2026: Hyundai Ioniq 5, Kia EV6, Nissan Leaf (CHAdeMO), VW ID.Buzz (ab 2025), BMW iX (teilweise). Tesla unterstützt V2G bisher nicht. Die meisten neuen Fahrzeuge mit CCS-Anschluss werden V2G-fähig.
Schadet V2G dem Auto-Akku?
Nur minimal. Moderne Batterien verkraften zyklisches Laden/Entladen gut. Studien zeigen, dass V2G bei optimierter Steuerung die Lebensdauer um maximal 1–2 % reduziert — vergleichbar mit normalem Fahren.
Themen:
E-AutoBidirektionalV2HSpeicherElektromobilität