Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das zentrale Fördergesetz für erneuerbare Energien in Deutschland. Es garantiert feste Vergütungssätze für Solarstrom und definiert die Ausbauziele für Photovoltaik.
Was ist das EEG?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist das wichtigste Förderinstrument für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es regelt die Einspeisevergütung, den Netzanschluss, die Abnahmegarantie und die Ausbauziele für Solar, Wind, Biomasse und Wasserkraft.
Wichtigste Novellen
| Jahr | Novelle | Kernänderung |
|---|---|---|
| 2000 | EEG 2000 | Einführung fester Einspeisevergütung |
| 2004 | EEG 2004 | Erhöhte PV-Vergütung, Degression angepasst |
| 2012 | EEG 2012 | Eigenverbrauchsbonus, Marktprämie |
| 2014 | EEG 2014 | Ausschreibungen für Großanlagen |
| 2017 | EEG 2017 | Ausschreibungspflicht ab 750 kWp |
| 2021 | EEG 2021 | Post-EEG-Regelung für Altanlagen |
| 2023 | EEG 2023 | Volleinspeisung-Bonus, höhere Vergütung, 215-GW-Ziel |
Kernprinzipien
- Einspeisevorrang: Erneuerbare Energien haben Vorrang bei der Netzeinspeisung
- Feste Vergütung: 20 Jahre garantierter Vergütungssatz ab Inbetriebnahme
- Anschlussgarantie: Netzbetreiber müssen EE-Anlagen ans Netz anschließen
- Umlagefinanzierung: Kosten werden über den Strompreis auf alle Verbraucher umgelegt (EEG-Umlage bis 2022, seitdem aus Bundesmitteln)
Ausbauziele (§4 EEG 2023)
Die Ausbauziele beziehen sich auf die Gesamtleistung aller erneuerbaren Energien in Deutschland:
| Jahr | Ziel Gesamtleistung EE | Davon PV (geschätzt) |
|---|---|---|
| 2026 | 128 GW | ~110 GW |
| 2030 | 215 GW | ~215 GW (PV-spezifisches Ziel) |
| 2035 | 309 GW | — |
| 2040 | 400 GW | — |
Für Photovoltaik allein sieht das EEG 2023 ein Ziel von 215 GW bis 2030 vor (§4 Nr. 3). Das erfordert einen jährlichen Zubau von rund 22 GW.