Freiflächenanlage
Freiflächenanlagen sind Photovoltaik-Großanlagen auf nicht bebauten Flächen. Ab 1 MWp müssen sie an EEG-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur teilnehmen. Pro MWp werden etwa 1–1,5 Hektar Fläche benötigt.
Was ist eine Freiflächenanlage?
Freiflächenanlagen (Solarparks) sind große PV-Anlagen auf nicht bebauten Flächen — im Gegensatz zu Dachanlagen. Sie werden meist auf Aufständerungen in Reihen montiert und haben Leistungen von einigen Hundert kWp bis über 100 MWp.
Ausschreibungen
Ab 1 MWp müssen Freiflächenanlagen an den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur teilnehmen. Der günstigste Bieter erhält den Zuschlag.
| Parameter | Wert (2025) |
|---|---|
| Ausschreibungsvolumen | ~5 GW/Jahr |
| Mittlerer Zuschlagswert | 5,0–6,5 ct/kWh |
| Höchstwert | 7,37 ct/kWh |
| Ausschreibungsrunden | Mehrmals jährlich |
Flächenbedarf
| Aufstellungsart | Fläche pro MWp |
|---|---|
| Konventionell (Süd, 20–25°) | 1,0–1,5 ha |
| Tracker (einachsig) | 1,5–2,0 ha |
| Bifazial vertikal (Ost-West) | 0,8–1,2 ha |
| Agri-PV (hochaufgeständert) | 1,0–1,5 ha |
Zulässige Flächen
Das EEG definiert welche Flächen für geförderte Freiflächenanlagen genutzt werden dürfen:
- Konversionsflächen (ehemalige Militär-, Industrie-, Bergbauflächen)
- 500-m-Streifen entlang Autobahnen und Schienenwegen
- Benachteiligte landwirtschaftliche Gebiete (Opt-in durch Bundesländer)
- Versiegelte Flächen, Deponien
- Gewässer (Floating PV)
Stromgestehungskosten
Freiflächenanlagen erreichen Stromgestehungskosten von 3,5–6 ct/kWh — günstiger als jede andere Energieform in Deutschland.